Der Weg zur Vereinsgründung

Im Jahre 1892 begann man in Zerf mit der Bildung einer Musikgruppe, die zunächst in
der Uniform der Feuerwehr erstmalig öffentlich auftrat. Der Erste Weltkrieg setzte
dieser jungen Musikgruppe jedoch ein jähes Ende.

Einen Neubeginn des musikalischen Lebens brachte das Jahr 1922. Damals trafen sich einige
Musikbegeisterte regelmäßig, um zu musizieren. Dies geschah zunächst ohne Vereinsstatus und ganz
unverbindlich. Wiederum konnten in Zerf weltliche und kirchliche Feste musikalisch umrahmt werden.

Vereinsgründung und weiterer Weg

1930 entschlossen sich die Aktiven entgültig dazu, einen Musikverein zu gründen.
Zum ersten Vorsitzenden wurde in der konstituierenden Versammlung Matthias Horst
aus Oberzerf gewählt, die musikalische Leitung wurde Alois Frank aus Greimerath übertragen.
Der Verein bestand damals aus 12 aktiven Mitgliedern.

Wir erinnern uns noch heute in Dankbarkeit dieser Männer, denn ihre Liebe zur Musik
begründete unsere heutige Tradition.

Der neu gegründete Musikverein wurde in den folgenden Jahren von den Zerfer Einwohnern
positiv angenommen.

Die Musikgemeinschaft konnte nicht nur durch die persönliche Hingabe der Mitglieder wachsen,
sondern benötigte die entsprechenden finanziellen Mittel. So wurden zur Beschaffung
von Instrumenten und Notenmaterial von Haus zu Haus Spenden gesammelt.
Da auch bei der Bevölkerung die Geldmittel knapp waren, wurden Kartoffeln gesammelt
und verkauft. Von diesen Geldern wurde u.a. auch eine Tuba angeschafft, die man später
nur noch den „Gromberen – Bass“ nannte.

Dem neuen Verein schlossen sich im Laufe der Zeit weitere Freunde der Blasmusik an.
Bereits im Jahre 1934 hatte der Musikverein „Lyra“ unter der Leitung von Alois Frank,
der den Verein bis Kriegsbeginn 1939 dirigierte, ein beachtliches Niveau erreicht.
Der Zweite Weltkrieg forderte auch in den Reihen der Musiker des Musikvereins „Lyra“
seine Opfer.

Wiedergründung nach dem Krieg

Im Jahre 1949 lebte die Vereinsarbeit wieder auf. Männer der ersten Stund ergriffen
die Initiative, die „Lyra“ wieder zu aktivieren und vertrauten Edmund Braun aus Niederzerf
die musikalische Leitung des Vereins an.

Die Wiedergründung vollzog man offiziell in der Mitgliederversammlung am
24. November 1950, wobei Peter Kirsch aus Oberzerf zum 1.Vorsitzenden gewählt wurde.

Die 50er – es geht aufwärts

Die 50er Jahre zeigten eine gute Aufwärtsentwicklung des Vereins. An Kreismusikfesten
nahm der Verein z.B. in Saarburg und Rheinsfeld teil.

Im Jahre 1952 war der Musikverein „Lyra“ Veranstalter des 14. Kreismusikerverbandsfestes.

1953 vollzog sich ein Dirigentenwechsel. Die Nachfolge trat Peter Müller aus Frommersbach an.
Auf Grund seiner Verdienste um den Musikverein wurde er von der Jahres – Generalversammlung
am 1. Dezember 1956 zum Ehrenmitglied ernannt. Peter Müller dirigierte den Verein bis 1957.

Das 25-jährige Stiftungsfest, unter Schirmherrschaft von Amtsbürgermeister Kratz, wurde
vom 21.-23. Mai 1955 veranstaltet.

Schon in den 50iger Jahren sucht der Musikverein „Lyra“ den Kontakt zu Vereinen
im benachbarten Ausland. So war es 1950 möglich, über die Internationale Vermittlung
für Kultur-Austausch (I.V.K.A.) Verbindung mit dem Musikverein „Harmonie“ Leendorf – Heerlen
in Holland aufzunehmen. Zu einer erste Begegnung kam es 1957, als dieser Verein in Zerf
zu Gast war. Gastgeber waren sowohl der Musikverein „Lyra“ Zerf e.V. als auch der
Männergesangsverein „Lyra“ Zerf.

Einen gemeinsamen Konzertabend veranstalteten die Gastgeber mit dem holländischen
Verein am Sonntagabend im Gasthaus Franz Schneider.

Der Gegenbesuch wurde über Pfingsten 1958 in Leendorf – Heelen abgestattet.

Die 60er

Vom 02. bis 04. Juni 1962 veranstaltete der Musikverein „Lyra“ das 33. Kreismusikerverbandsfest.
Festprotektor war Erich Schilling, Direktor der Industriewerke Lemm & Co. Insgesamt 34
Gastvereine beteiligten sich an dieser Veranstaltung.

In den sechziger Jahren konnte der Verein seine bisher größten Erfolge erzielen.
Er nahm an Wertungsspielen in Föhren, Hermeskeil und Wiltingen teil. In Hermeskeil und
Wiltingen gelang die Erringung des 1. Ranges und in Föhren wurde der 2. Rang erreicht.

Gelegentlich der Einweihung der neuen Hauptschule im Jahre 1966 konnte der Verein unter
der Leitung von Rudolf Frank vor Ehrengästen der Landes- und Bezirksregierung einen
großen musikalischen Erfolg mit der Aufführung von „Intrade“ aus der Suite von Paul
Peuerl (1600) und „Aria“ aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel ( 1685 – 1759 )
verbuchen. Hierbei hat der Verein bewiesen, dass er über beachtliches Können verfügt
und auch in der Lage ist, klassische Musik zu Vortrag zu bringen.

Die 70er

Vom 4. bis 6. Juli 1970 feierte der Verein sein 40jähriges Bestehen. An diesem Fest
nahmen 44 Vereine teil. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte und auch in der Gemeinde
wurde ein größeres Festzelt errichtet, welches genügend Platz für alle Gäste und Freunde
der Musik bot. Auch dieses Fest war von Erfolg gekrönt und gab dem Musikverein neuen Ansporn
und neue Möglichkeiten zur Entfaltung der Volksmusik. Dieses Musikfest war für den Musikverein
eine Basis, die Kapelle personell und auch finanziell zu stärken und zu fördern.

In den darauffolgenden Jahren wurde ganz besonderen Wert auf die Ausbildung des
Nachwuchses gelegt. So war auch in den Folgejahren deutlich festzustellen, wie der
Verein sich verjüngte.

Die Ausbildung über die Kreismusikschule übernahmen Rudolf Frank und Peter Müller.

Am 19. März 1977 stellte sich der Verein in den Dienst einer guten Sache und
veranstaltete im Gasthaus Eduard Schneider ein Konzert zugunsten der Aktion „Nachbar in Not“.
Hierbei wurde den anwesenden Gästen die Möglichkeit eingeräumt, gegen eine Spende die
Musikkapelle zu dirigieren. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden an die Mitglieder
Josef Kramp und August März die Ehrenbriefe vergeben. Dem verstorbenen Mitglied Rudolf
Frank wurde die Ehrenmitgliedschaft postum verliehen. Der Reinerlös dieser Veranstaltung
wurde an Landrat Dr. Braun – Friderici überbracht, der die Aktion „Nachbar in Not“ ins
Leben gerufen hatte.

Der Erfolg dieser Veranstaltung hatte die Musiker ermuntert, am 22. April 1978 im Gasthaus
Franz Schneider nochmals einen Abend zugunsten der selben Aktion zu veranstalten.

Im Jahre 1979 konnte der Verein den bisher größten Erfolg in der Jugendwerbung verzeichnen.
Ab jetzt hatten auch Mädchen die Möglichkeit, dem Musikverein aktiv beizutreten.
Insgesamt 14 Kinder und Jugendliche, davon 9 Mädchen, traten mit einem mal dem Verein bei.
Die Ausbildung dieser neu eingetretenen Jungmusiker erfolgte mit finanzieller Unterstützung
durch die Kreismusikschule, durch den Dirigenten Berthold Schramm und den Jugendausbilder Paul Mohr.

Das 50-jährige Vereinsjubiläum fand vom 19. bis 21. Juli 1980 unter der Schirmherrschaft
von Rektor Edgar Christoffel statt. Für die Veranstaltung wurde das bisher größte Festzelt
auf dem Platz neben der Sportanlage, der damals bereits eine feste Teerdecke hatte, aufgestellt.
Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums wurde dem Verein wieder die Ausrichtung des Hochwaldtreffens
übertragen. Mit Ausnahme des Regens über die Festtage hinweg war die Veranstaltung für den Verein
recht erfolgreich.

Groß war die Beteiligung seitens des Musikvereins „Lyra“ bei der 1000-Jahrfeier in
Zerf vom 21. bis 24. August 1981. Der Musikverein eröffnete Samstag abends musikalisch
den Festkommers, marschierte im historischen Festzug mit und trat montags Nachmittag
nochmals auf. Darüber hinaus beteiligte sich der Verein im Festzug mit einem Wagen und
einer Fußgruppe, Motiv: Kloster und Mönche.

Nach langer Zeit stellte sich der Musikverein „Lyra“ unter musikalischer Leitung von
Bertold Schramm wieder einmal den Wertungsrichtern und nahm am 4. April 1983 am Wertungsspielen
in Oberemmel teil, welche der Kreismusikerverband Trier – Saarburg veranstaltete.
Mit den Musikstücken „Dandy“ von E. Sloma und „König Lear“ von J. Arimont konnte in
der Mittelstufe das Prädikat „gut“ erworben werden.

Alois Scherer, langjähriger Vorsitzender des Musikvereins „Lyra“, legte in der
Jahreshauptversammlung am 23. Januar 1983 sein Amt nieder. Der Wahlleiter, Edgar
Christoffel, bezeichnete den Austritt Alois Scherers aus dem Vorstand als einen
Verlust für den Verein. Er führte in seiner Laudatio weiter aus: “ Scherer hat es
verstanden, den Verein zu führen, hat Initiativen ergriffen und dem Verein in hohen
Maße zu seinem derzeitigen Stand verholfen“. Ein langanhaltender Beifall der Versammlung
bestätigte diese Worte. In dieser Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, Alois Scherer
aufgrund seiner Verdienste die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Seine Nachfolge im Amt
trat Raimund Kramp an. Anlässlich seines 60. Geburtstages am 19. Oktober 1983 wurde Alois
Scherer im Rahmen eines Geburtstagsständchens die Ehrenurkunde überreicht.

1983 – Das Krisenjahr und Neuanfang mit Bruno Thiel

Im Laufe des Jahres 1983 bahnte sich die wohl schwerste Vereinskrise in der Geschichte
des Musikvereins „Lyra“ an und fand ihren Höhepunkt in der Jahreshauptversammlung
am 29.1.1984. der Verein wurde von einem Generationsproblem überschattet, jüngere
und ältere Musiker fanden keinen gemeinsamen Nenner mehr. In der besagten
Jahreshauptversammlung, bei der insgesamt 92 aktive und inaktive Mitglieder anwesend
waren und über vier Stunden diskutierten, kam es zur Spaltung des Vereins und somit
zum Austritt von 12 älteren Mitgliedern und dem Dirigenten. Ein komplett neuer Vorstand
wurde gewählt, wobei Bruno Thiel den Vorsitz und die musikalische Leitung Gottfried März übernahm.

Der Verein, der in den einzelnen Registern, insbesondere bei den Harmonieinstrumenten,
schwere Lücken zu beklagen hatte, stand sozusagen vor einem Neuanfang. Die erste
Veranstaltung, die die jungen Musiker zu bestreiten hatten, war das Frühjahrskonzert
am 12. März 1984 in der Ruwertalhalle. Bei diesem Konzert wirkte neben dem Musikverein
„Lyra“ der Musikverein „Cäcilia“ Niederlosheim, der Gesangsverein „Lyra“ Zerf sowie
der Kirchenchor „Cäcilia“ Zerf mit. Seine traditionellen Verpflichtungen, wie das
Erbsensuppenessen am 1. Mai oder das Weihnachtskonzert am 2. Weihnachtsfeiertag mit
Tombola nahm der Musikverein weiterhin wahr. Im Laufe der Zeit schlossen sich dem
jungen und doch alten Verein weitere Nachwuchsmusiker an. Damit wurde ermöglicht,
die entstandenen Lücken in den Registern wieder zu schließen.

Im August 1987 übernahm Winfried Kirchen aus Waldweiler den Taktstock im Musikverein „Lyra“.
Mit Winfried Kirchen hat der Verein einen Dirigenten gefunden, der es versteht, die aktiven Musiker
zu motivieren und für die Blasmusik zu begeistern.
Als Hauptaufgabe hält sich der Verein immer wieder die Jugendarbeit vor Augen.
So werden neben den Proben und Auftritten alljährlich Freizeitmaßnahmen in Form von
Zeltlagern durchgeführt.

Jungen Leuten wurde permanent die Möglichkeit eingeräumt, im Musikverein ein
Instrument zu erlernen. Die Ausbildung der Jungmusiker über die Kreismusikschule
lag 1990 in den Händen von Frank Weber aus Kell (Holzblasinstrumente) und Gerd Klauck
aus Gusenburg (Blechblasinstrumente).

Erste Verhandlungen zur Einheit der Musikvereine

In der Jahreshauptversammlung am 20.Januar 1991 stimmten die Versammlungsteilnehmer
dem Vorschlag des Vorstandes zu, mit dem damaligen Musikverein Hochwaldmusikanten
Zerf in Verhandlung zu treten, um die Einheit beider Zerfer Musikvereine herbei zu
führen. Erste Gespräche fanden dazu am 29.März 1991 statt.

Der Musikverein wirkte am 12. Oktober 1991 bei den Feierlichkeiten zur
Partnerschaftsbesiegelung zwischen den Gemeinden Zerf und Vermont mit. Bei diesem
Anlass wurde der Verein von den französischen Gästen zu einem Besuch nach Vermenton
zur Teilnahme an einem internationalen Musikfestival eingeladen.

Der Musikverein sah sich 1991 veranlasst, über neue Gestaltungsmöglichkeiten der
Weihnachtsfeier, die bisher immer am 2. Weihnachtsfeiertag stattgefunden hatte,
nachzudenken. So wurde diese Veranstaltung erstmals am Nachmittag des 4. Adventsonntags
in der Ruwertalhalle durchgeführt.

Die Zerfer Musikvereine sind wieder vereint

In der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 1992 wurde im Hinblick auf die
Zusammenführung beider Zerfer Musikvereine eine hierfür wesentliche Satzungsänderung
beschlossen. Unter dem Thema „musikalische Einheit“ wurde im März 1992 mittels einer
Abstimmung unter den Hochwaldmusikanten ein Schlussstrich gezogen.

Am Wochenende 11. und 12. Juli 1992 besuchte der Musikverein „Lyra“ aufgrund der
Einladung vom Oktober 1991 die Zerfer Partnergemeinden Vermenton und Accolay in
Frankreich. An dieser Reise beteiligten sich 37 aktive Musikerinnen und Musiker sowie
10 weitere Personen. Am Abend des 11. Juli spielte der Musikverein zu einem
1 1/2-stündigen Konzert unter freiem Himmel in Vermenton am Ufer der Yonne auf.
Am darauffolgenden Sonntag besuchten die Musiker die Gemeinde Accolay und spielten
dort zu einem kirchenmusikalischen Konzert auf.

Das traditionelle Erbsensuppenessen am 1. Mai 1993 wurde erstmals auf dem Sportplatz
(überdachte Zuschauertribüne) veranstaltet.

In Ermangelung eines ausrichtenden Musikvereins organisierte die Gruppe Hochwald das
Hochwaldtreffen selbst. So fand diese Veranstaltung am 4. und 5. September auf der
Grimburg statt.

Einen Tag der Blasmusik veranstaltete der Musikverein „Lyra“ am 19. September 1993 in
der Ruwertalhalle. Insgesamt 12 darbietende Gastvereine beteiligten sich an dieser
Veranstaltung.

Neue Kostüme und Uniformen

In der Fastnachtssaison 1994 präsentierte sich der Musikverein in neuen einheitlichen
Karnevalskostümen. Der Verein wirkte erstmals am 13. Februar 1994 beim Karnevalsumzug
in Trier – Pfalzel mit.

Ein lang ersehnter Wunsch, nämlich die Neuuniformierung, ging für den Musikverein
„Lyra“ in Erfüllung. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Ortsgemeinde und
auch dank einiger Spender konnte die Anschaffung neuer Trachtensakkos im Herbst
realisiert werden. Erstmals getragen und vorgestellt wurde die neue Uniform anlässlich
der Weihnachtsfeier am 10.Dezember 1994.

Am 25. Juni 1995 nahmen die Musikerinnen und Musiker am Kreismusikerverbandsfest
der Gruppe Hochwald in Rheinsfeld teil.

Das 65 – jährige Bestehen des Musikvereins wurde am 8. und 9. Juli 1995 in der Ruwertalhalle gefeiert.

Als Gastverein war der Musikverein „Lyra“ zur Mitgestaltung de Frühlingskonzertes,
welches der Musikverein „Hochwald“ Mandern am 11. Mai 1996 veranstaltete, eingeladen.
Das Konzert fand in der Siebenbornhalle in Mandern statt und nahm aus musikalischer
Sicht für beide Vereine einen positiven Verlauf.

Die OZK wird geboren

Im Musikverein wurde die Idee geboren, die Oberzerfer Kirmes als Festveranstaltung
auszurichten. Mit Genehmigung und Unterstützung der Ortsgemeinde konnte der Musikverein
„Lyra“ am 19. und 20. Oktober 1996 sein Vorhaben verwirklichen.

Das Weihnachtskonzert am 26.12.1996 wurde gemeinsam mit dem Musikverein Gusterath
durchgeführt. Dabei stellten sich die Musikerinnen und Musiker in den Dienst einer
guten Sache. Das Konzert war ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Stefan-Morsch-Stiftung.
Statt eines Eintrittsgeldes wurde um eine Spende gebeten, wobei ein Betrag von 1.260,- DM
gesammelt wurde, der dann später an die Gründer der Stefan-Morsch-Stiftung, Hiltrud und
Emil Morsch, übergeben wurde.

In der Jugendarbeit bewegt sich was

In der Jahreshauptversammlung am 26. Januar 1997 wurde die Neufassung der Satzung
beschlossen. Die Satzung wurde in einigen Punkten geändert und um eine Jugendordnung
ergänzt. Demnach unterhält der Musikverein eine Jugendabteilung, der sowohl aktive
als auch inaktive Mitglieder unter 27 Jahren angehören. Der Jugendleiter wird nun
nicht mehr wie bisher von der Jahreshauptversammlung sondern von der Jugendversammlung
in den Vorstand gewählt.

Einen großen Erfolg konnte der Musikverein „Lyra“ in der Jugendwerbung bei einem „Kennenlerntag“
am 1.März 1998 verzeichnen.
In Zusammenarbeit mit der Musikschule Willems aus Morscholz fand der Kennenlerntag
für Kinder und Jugendliche im Bürgerhaus statt. Gelegenheit also, sich die verschiedenen
Instrumente anzusehen und auszuprobieren und sich über den Musikverein zu informieren.
Gleichzeitig konnten sich die jungen Besucher für einen 3-monatigen Schnupperkurs bei
der Musikschule Willems anmelden. Von diesem Angebot machten 31 Kinder und Jugendliche Gebrauch.

Dirigentenwechsel

Am 28. Februar 1999 mussten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins mit
Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass Winfried Kirchen sein Amt als Dirigent zum
31. Dezember 1999 auf eigenen Wunsch beenden würde.

Mit dem Dirigentenbewerber Martin Ade fand am 27. Juni 1999 im Vereinslokal ein
Probedirigat statt. Mitte September 1999 nahm Martin Ade seine Tätigkeit im Musikverein
auf, Gemeinsam mit dem alten und neuen Dirigenten bereiteten sich die Aktiven des
Vereins auf das Neujahrs- und Jubiläumskonzertes vor. Dazu fand in der Grund- und Hauptschule
Zerf am 4. und 5. Dezember ein Probenwochenende statt.

Ein großer Erfolg war das Neujahrs- und Jubiläumskonzert am 8. Januar in der Ruwertalhalle.
Hierbei wurde Winfried Kirchen mir allen Ehren als Dirigent verabschiedet und Martin Ade als
neuer Dirigent vorgestellt.

Seit dem 01. 01. 2000 leitete Herr Martin Ade die Geschicke des Musikvereins „Lyra“
und führte diesen musikalisch zu neuen Ufern. Die alljährlichen Jahreskonzerte belegen
den Erfolg der sehr guten Probenarbeit.

Seit April 1998 arbeitet der Musikverein „Lyra“ Zerf mit der privaten Musikschule
Willems aus Morscholz zusammen. Einmal wöchentlich findet für die Musikschüler Einzel- bzw.
Gruppenunterricht, geleitet von qualifizierten Musiklehrern der Musikschule, in in der
Grund- und Hauptschule Zerf statt.

Um das Zusammenspielen in einem Orchester zu fördern, wurde Anfang 2000 eine
Jugendkapelle gegründet, in der die Musikschüler einmal in der Woche zu einer
Probe zusammentrafen. Geleitet wurde die Jugendkapelle von Dirigent Martin Ade.